Wie können Menschen mit Armutserfahrung stärker an politischen Entscheidungen beteiligt werden? :Mitreden, Mitgestalten, Mitentscheiden: Pro Arbeit e.V. beim „Markt der Möglichkeiten“
Markt der Möglichkeiten
Die Veranstaltung bildete den Abschluss eines Förderprogramms des Landes NRW, das Projekte zur politischen Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung unterstützt hat. Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und über zukünftige Perspektiven zu diskutieren. Auch Staatssekretär Matthias Heidmeier nahm an der Veranstaltung teil und besuchte den Stand von Pro Arbeit.
Austausch beim „Markt der Möglichkeiten“
Ein zentraler Bestandteil des Treffens war der „Markt der Möglichkeiten“. Hier präsentierten zahlreiche Projekte ihre Arbeit und kamen mit Fachleuten, Initiativen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung ins Gespräch.
Auch Pro Arbeit e.V. aus Aachen folgte mit seinem Projekt „Nicht betroffen – beteiligt!“ der Einladung zur Veranstaltung. Aus diesem Projekt hat sich unter anderem ein Netzwerk gegen Armut in Stadt und Städteregion Aachen entwickelt. Beim „Markt der Möglichkeiten“ stellte Pro Arbeit die Ergebnisse des Projekts sowie Erfahrungen aus der Praxis vor.
Am Stand von Pro Arbeit waren unsere Mitglieder Nell-Breuning-Haus, Picco Bella und Rheinischer Verein – Spektrum e.V. vertreten. Gemeinsam mit Netzwerkerinnen sowie armutserfahrenen Menschen präsentierten sie ihre Erfahrungen aus der Projektarbeit und kamen mit Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung ins Gespräch.
Beteiligung stärkt Demokratie
Im Rahmen des Förderprogramms wurden landesweit 36 Projekte unterstützt, die sich mit der politischen Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung beschäftigen. In vielen Beiträgen wurde deutlich, dass diese Initiativen wichtige Impulse gesetzt haben: Menschen konnten ihre Perspektiven einbringen, eigene Ideen entwickeln und erleben, dass ihre Stimmen gehört werden.
Auch für die soziale Arbeit haben die Projekte neue Ansätze angestoßen – etwa stärker gemeinsam mit Betroffenen Lösungen zu entwickeln, statt Maßnahmen ausschließlich „von oben“ zu planen.
Ausblick
Die Ergebnisse der Projekte sowie die Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung sollen nun ausgewertet und weiter diskutiert werden. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und Perspektiven für ein kommendes Förderprogramm zu entwickeln.
Der „Markt der Möglichkeiten“ zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Austausch, Vernetzung und gemeinsame Lernprozesse sind, um gesellschaftliche Teilhabe langfristig zu stärken.



