Pro Arbeit im Gespräch mit Daniela Jansen

„Mit den Menschen reden – nicht über sie“

Diesen Wunsch trugen am Freitag 24.03.2017 rund 20 Teilnehmer aus verschiedenen Arbeitslosenprojekten an Daniela Jansen (MdL, SPD) heran. Der Verein Pro Arbeit e.V. hatte unter dem Motto „Hartz IV trifft Politik“ eingeladen. Daniela Jansen, als Mitglied des NRW-Ausschusses für Arbeit und Soziales, war der Einladung gerne gefolgt.

Pro Arbeit informiert seit über 20 Jahren als ökumenischer Verein zu den Themen Bildung, Beschäftigung und Qualifizierung. Der Verein versteht sich als Sprachrohr von Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Noch lieber aber lässt der Verein diese Menschen selber zu Wort kommen, so wie am letzten Freitag.

Zunächst aber musste Daniela Jansen in einem Fachgespräch dem Vorstand von Pro Arbeit e.V. Rede und Antwort stehen. Pro Arbeit kritisiert die derzeitige Planungsunsicherheit bei der Vergabe von Geldern durch das Jobcenter, sowie die zunehmende Bürokratisierung. Dazu der Vorsitzende Peter Brendel: „Die Unterlagen von einer Person in einer kurzzeitigen Maßnahme füllen heute mehrere Aktenordner.“ Dies mache laut Brendel keinen Sinn, es komme vielmehr darauf an, dass „das Geld da ankommt, wo es wirklich nützt“.

Im Entschließungsantrag von SPD und Bündnis 90 vom 13.12.2016, den Daniela Jansen maßgeblich mit geprägt hat, sieht Pro Arbeit eine große Chance für die Schaffung eines öffentlich geförderten sozialen Arbeitsmarktes. Ein solcher Arbeitsmarkt kann für viele Menschen eine Möglichkeit sein wieder Anerkennung und soziale Teilhabe zu erfahren.

Nach dem fachlichen Austausch konnten dann die ganz konkret von Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen und Männer aus verschiedenen Maßnahmen eine Stunde lange der Abgeordneten Fragen stellen. Die große Anzahl an TeilnehmerInnen zeigte, dass es dem Verein gelingt, Vertrauen zu den Menschen aufzubauen und diese zur gesellschaftlichen Teilhabe zu motivieren. Dies ist besonders im Rahmen von politischen Wahlen eine wichtige Aufgabe.

Daniela Jansen zeigte sich sichtlich betroffen von den Lebensgeschichten der Menschen und wünscht sich für die Zukunft weitere Treffen dieser Art, um über die konkreten Bedürfnisse der Menschen Bescheid zu wissen. Auch die TeilnehmerInnen waren im Anschluss zufrieden mit dem Gespräch und wünschen sich, dass öfter „mit den Menschen geredet wird – nicht über sie“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Vorstand von Pro Arbeit e.V. zusammen mit Daniela Jansen (MdL) und TeilnehmerInnen aus verschiedenen Maßnahmen

Am Tisch vorne (von links): Kay Hohmann (Picco-Bella gGmbH), Peter Brendel (low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungs-GmbH), Daniela Jansen und Alois Poquett (WaBe e.V.)

des Weiteren gehören dem Vorstand an (stehend von links) Christina Herrmann (Nell Breuning Haus) und Renate Weidner (Evangelischer Kirchenkreis Aachen), sowie (stehend von rechts) Martin Pier (Katholikenrat Aachen-Stadt) und Bernhard Verholen (Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land).